Wolfgang Jordan
HOLZBEARBEITUNG MIT HANDWERKZEUGEN

Über mich

Weil immer wieder mal die Vermutung auftaucht, daß ich gelernter Schreiner bin, will ich hier ein paar Worte über mich schreiben:

Ich bin 1952 geboren, verheiratet, und habe drei Kinder und einen Enkel. Wir wohnen in der Nähe von München in einem kleinen Ort. Von der Ausbildung her bin ich eigentlich Physiker, aber habe nach dem Studium schon immer in der EDV gearbeitet. Das Interesse am Holzwerken stammt wohl schon aus meiner Kindheit. Mein Vater hat, solange ich denken kann, immer rund ums Haus und in seiner Werkstatt irgendwelche handwerklichen Arbeiten erledigt. Vielleicht kommt aber hier auch das Erbe meines Urgroßvaters Georg Peter Jordan (1842-1882) zum Vorschein, der in meinem Heimatort Schreinermeister war. Die Familie meines Vaters trug darum auch den Rufnamen "die Schrinersch".

Die Möglichkeit, dieses Hobby auszuüben, ergab sich Ende 1996 mit unserem Umzug in ein eigenes Haus, wo ich mir einen etwa 24 qm großen Kellerraum als Werkstatt eingerichtet habe. Damals hatte ich gerade das Internet für mich entdeckt, aber es war nur wenig über Holzverarbeitung zu finden. Bis ich auf die Idee kam, auf Englisch zu suchen, und da gingen mir die Augen über. Zu praktisch jedem Teilbereich gibt es englischsprachige Webseiten. Von den Amerikanern habe ich auch gelernt, wie man mit Handwerkzeugen arbeitet und welche Vorteile das hat. Irgendwann entstand das Bedürfnis, die angesammelten Informationen und Links in Form einer Homepage weiterzugeben.

Bei der Suche nach Handwerkzeug auf den lokalen Flohmärkten entwickelte sich mein Interesse an altem Werkzeug und schließlich an dessen Geschichte und den Herstellern. Weil ich darüber praktisch nichts im Internet finden konnte, und auch wenig Literatur dazu zu bekommen war, habe ich meine eigenen Werkzeuge photographiert, zusammengeschrieben, was ich selbst rausgefunden habe und mein kleines Werkzeugmuseum geöffnet.

Mittlerweile habe ich mich ganz gut eingerichtet in meiner Werkstatt. Der staubige Estrichboden ist mit OSB-Platten ausgelegt und läßt sich wesentlich besser sauberhalten. Die Sjöbergs-Werkbank hat sich als zu leicht herausgestellt. Obwohl ich den Unterbau verstärkt und das Gewicht durch Ballast in der Ablage erhöht habe, ist sie für anspruchsvolleres Arbeiten nicht geeignet. Da werde ich langfristig wohl selbst eine bauen oder viel Geld für eine Profiwerkbank ausgeben müssen. Eine Oberfräse, von der ich lange geträumt habe, gibt es nach wie vor nicht, und mittlerweile sehe ich dafür auch keinen Bedarf mehr. Für meine Handkreissäge habe ich einen Tisch gebaut. Aber nachdem ich gelernt habe, Sägen selbst zu schärfen, brauche ich sie nur noch selten.

Meine Sammlung von altem Werkzeug (vor allem Hobel, Sägen und Bohrer) wächst stetig. Leider fehlt mir die Zeit, alles vollständig zu restaurieren. Aber zumindest die Hobeleisen werden entrostet, und die wichtigsten Werkzeuge haben ihren Platz im Werkzeugschrank gefunden. Sogar Sägen habe ich mittlerweile mehr als genug. Selber schärfen macht Spaß, und man bekommt ein Werkzeug, das selbst einer neuen japanischen Säge in nichts nachsteht.

Wer Interesse hat, kann mich gerne besuchen (östlicher Kreis Erding). Einfach eine Mail an wolfgang@holzwerken.de schreiben, dann können wir einen Termin ausmachen und ein bißchen über Holz und Werkzeug fachsimpeln.

Wolfgang Jordan


Autor: Wolfgang Jordan
Letzte Änderung: 17. Juni 2016