Diese Abbildung eines Doppel-Schlichthobels stammt aus der von Franz Wertheim 1869 herausgegebenen
"Werkzeugkunde"
Wertheim beschreibt im zugehörigen Textband diesen Hobel so
(mit Bezug auf weitere, hier nicht wiedergegebene Abbildungen):
Der Doppel-Schlichthobel, Fig. 293, Taf. XI und Fig. 293 ABCDE, Taf. XXVIII, hat ein
Doppeleisen mit gerader Schneide und dient zum Ebnen und Glätten sowohl
weicherer als auch härterer und krummfaseriger Hölzer. Sein Kasten gleicht der
Hauptsache nach dem des einfachen Schlichthobels, nur hat das Keilloch an der
Rückseite (man sehe Fig. 293 A und B) einen Ausschnitt s, um die Schraubenmuttern
a a aufnehmen zu können. Der Keil E ist gabelförmig gestaltet, um das Austreten der
Späne nicht zu verhindern und auch unten das Hobeleisen zu halten; oben hat er
einen Ansatz, um ihn mit der Finne eines Hammers leichter herausklopfen zu können.
Die Einrichtung und Wirkung des Doppelhobeleisens wurde bereits oben unter Artikel
Hobeleisen in Fig. 280, Taf. X, ausführlich erörtert.