Wolfgang Jordan
KLEINES WERKZEUGMUSEUM

Werkzeughersteller und -händler

Mehldau & Kupfer, Leipzig

Firmengeschichte

Gegründet 1890 von den Kaufleuten Robert Sonntag und Diederich Johannes Mehldau. Die Firma "Robert Sonntag u. Mehldau" begann als "Holzwerkzeug-Engros-Handlung" in der Arndtstraße 27. 1) 1892 zog die Firma um in die Arndtstraße 46 und war dort als "Holzw.-Fabrik" (Holzwaren/Holzwerkzeug?) verzeichnet. Nach einem weiteren Umzug in die Luppenstraße 5 im Vorort Lindenau ist die Firma im Leipziger Adressbuch zusätzlich als Werkzeugfabrik aufgeführt.

Im Frühjahr 1895 schied Robert Sonntag aus der Firma und Curt Ewald Kupfer trat in die Firma ein, 4) die ab dann als Holzwerkzeughandlung unter dem Namen "Mehldau & Kupfer" in den Adressbüchern 1) aufgeführt ist. Im Juli 1897 verließ Curt Ewald Kupfer die Firma. 4) Ab 1898 änderte sich der Eintrag in "Holzwerkzeugfabrik, Dampfsägewerk und Fournierschneiderei".

Am 5. Mai 1899 meldete die Zeitschrift "Die Werkzeugmaschine", dass das Konkursverfahren gegen die Firma Mehldau & Kupfer eröffnet worden ist. 2) Bis einschließlich 1901 ist die Firma Mehldau & Kupfer noch im Leipziger Adressbuch zu finden. 1905 gründete Johannes Mehldau eine Fabrik für Schuhpolierbürsten an der Adresse Luppenstraße 5.

Weitere Informationen

Die Zuordnung des Markenzeichens zur Firma Mehldau & Kupfer ist noch unsicher. Die Übereinstimmung der Initialen spricht dafür sowie die Tatsache, dass das Gebrauchsmuster für den Nuthobel (s.u.) in Leipzig angemeldet wurde und die Firma in Leipzig etwa um diese Zeit existiert hat.

Werkzeuge

V-Nuthobel, DRGM 32837
V-Nuthobel 3)

Marken

Die Markenabbildung im Kopf der Seite stammt von einem V-Nuthobel (s.u.Werkzeuge). Man beachte die Ähnlichkeit mit einer Marke der Firma Friedrich Ott in Ochsenfurt.

Gebrauchsmuster  9)

6128 () Hobelklappe für eiserne Hobel aus einem Stück, welche das Eisen festhält und zugleich die Stelle des Doppeleisens vertritt.
6129 () Hobelklappe für Holzhobel mit zwei Stellschrauben für Abnutzung der Hobelsohle, welche bei Rauhbank- und Doppelhobel die Stelle des Doppeleisens vertritt und zugleich anstelle des Keils das Eisen festhält.
32837 (29.10.1894) Nuthenhobel mit verstellbarem Vorschneidmesser und Einschneidstellwinkel
(Anmelder: C. F. Hollbach, Productenhändler, Brandvorwerkstraße 17, Leipzig])

Quellen und Referenzen

Quelle:
1)
2)
Zeitschrift 'Die Werkzeugmaschine' [Google Books]
3)
Sammlung K. G. Heid (Photo: Eckhard Pohlmann)
4)
9)
Marken, Patente und Gebrauchsmuster stammen aus verschiedenen Quellen, die auf dieser Seite detailliert genannt sind.

Autor: Wolfgang Jordan
Letzte Änderung: 10. Juli 2020