Wolfgang Jordan
KLEINES WERKZEUGMUSEUM
Zeichnung aus dem Patent Nr. DE0001042877A (Hobel 'Primus' von ECE)

Patente: Neuer Fitschenbeitel Astö

Kopie eines Artikels aus der Zeitschrift "St. Lukas, Deutsche Glaser-Zeitung"
Heft 43/1936, Seite 507

Ein zugehöriges Patent oder Gebrauchsmuster ist nicht bekannt.


Für den Rahmenglaser

Neuer Fitschenbeitel

Eine süddeutsche Firma bringt einen Fitschenbeitel, in manchen Gegenden auch Fischbandeisen genannt, neu auf den Markt. Bei diesem Beitel sind die zwei Vorschneidespitzen mit der Unterteilerspitze, den Querschneidemessern und den geschlossenen Holzkanälen miteinander verbunden.

Es wird dadurch folgendes erreicht: Die Querschneidemesser sind zweiseitig angeschliffen, wodurch ein seitliches Ausgleiten des Messers verhindert wird. Die Holzkanäle liegen hinter den Querschneidemessern und sind geschlossen, so daß sich die Späne in diesen Kanälen festsetzen können und beim Herausziehen des Beitels mit herausgezogen werden. Durch die Verbindung von Schneiden und Holzkanälen untereinander wird der Beitel sehr stabil. Vor allem aber ermöglicht die besondere Bauart des Werkzeugs ein sehr schnelles Arbeiten. Es genügt ein zweimaliges Ansetzen bei einem normalen Fensterfischband, um die Nute auszustemmen! Die Holzkanäle nehmen die Holzspäne fast restlos mit, und ein Spalten oder Auftreiben des Holzes wird durch die Holzkanäle weitgehend vermieden.

Ludwig Werner, Darmstadt.

In der gleichen Ausgabe der Zeitung fand sich diese Anzeige:

Anzeige Astö-Beitel

Autor: Wolfgang Jordan
Letzte Änderung: 09. Dezember 2015