Wolfgang Jordan
HOLZBEARBEITUNG MIT HANDWERKZEUGEN

Werkzeug: Schweifhobel

Für die Bearbeitung von geschweiften Kanten ist ein normaler Hobel mit ebener Sohle nur bedingt geeignet. Dafür gibt es spezielle Schiffhobel mit fester oder verstellbarer Sohle. Noch universeller einsetzbar sind aber die Schweifhobel, die auch Schabhobel oder Schinder genannt werden.

Beispiele für solche Hobel findet man in meinem Werkzeugmuseum unter 'Schweifhobel'.

Es gibt zwei Arten von Schweifhobeln, eiserne und hölzerne. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Art des Eisens und den dadurch bedingten Schnittwinkel. Eiserne Schweifhobel haben ein Eisen ähnlich wie ein normaler Hobel, nur entsprechend kleiner. Das Eisen eines hölzernen Schweifhobels liegt fast waagrecht mit der Fase nach oben. Es wird durch zwei abgewinkelte Fortsätze im Hobelkörper gehalten (siehe Beispiel). Aufgrund des kleinen Schnittwinkels sind hölzerne Schweifhobel vor allem zur Bearbeitung von Hirnholz geeignet.

Benutzung des Schweifhobels
Benutzung des Schweifhobels (aus Bieler: 'An der Hobelbank' [1954])

Autor: Wolfgang Jordan
Letzte Änderung: 09. Dezember 2015